Kann die fäkale Mikrobiom-Transplantation die Symptome der Parkinson-Krankheit verbessern?

Kann die fäkale Mikrobiom-Transplantation die Symptome der Parkinson-Krankheit verbessern?

Ein neuer therapeutischer Ansatz könnte das Fortschreiten der Parkinson-Krankheit verlangsamen, indem er auf den Darm einwirkt. Forscher haben gezeigt, dass eine Behandlung durch die Übertragung von fäkalem Mikrobiom gesunder Spender motorische und Verdauungsstörungen bei bisher unbehandelten Patienten lindern kann. Diese Methode besteht darin, Bakterien von gesunden Personen in den Darm einzubringen, um die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

An der Studie nahmen zweiundsiebzig Personen mit frühem Parkinson-Stadium teil. Die Hälfte erhielt eine fäkale Mikrobiom-Transplantation von Spendern, während die andere Hälfte ihr eigenes Mikrobiom als Placebo erhielt. Nach fünfunddreißig Wochen wiesen die Patienten, die das Spender-Mikrobiom erhalten hatten, eine deutliche Verbesserung ihrer motorischen Symptome auf. Ihr Bewegungsbewertungsscore verbesserte sich im Durchschnitt um fast vier Punkte, während er in der Placebo-Gruppe stabil blieb. Auch bei Verstopfung, einem häufigen und belastenden Problem bei diesen Patienten, wurde ein signifikanter Unterschied festgestellt. Bei den mit Spender-Mikrobiom behandelten Patienten nahm die Schwere der Verstopfung um mehr als sechs Punkte ab, verglichen mit weniger als einem Punkt bei den anderen.

Die Analysen zeigten, dass sich das Mikrobiom der behandelten Patienten dem der Spender annäherte. Ein bestimmtes Bakterium, das oft mit Darmungleichgewichten in Verbindung gebracht wird, war deutlich reduziert. Diese Veränderung ging mit einer Verringerung der Ansammlungen eines abnormalen Proteins im Dickdarm einher, was auf einen Zusammenhang zwischen dem Zustand des Darms und dem Verlauf der Krankheit hindeutet. Darüber hinaus stellten die Forscher einen Anstieg der Dopaminwerte und eines seiner Derivate im Stuhl der behandelten Patienten fest, sowie eine Stärkung der Darmbarriere.

Es wurden keine schweren Nebenwirkungen berichtet, was die Sicherheit dieses Ansatzes bestätigt. Die beobachteten Verbesserungen betreffen auch die Lebensqualität, mit einer Reduzierung der mit Verdauungssymptomen verbundenen Belastungen und einer besseren Alltagsmobilität. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Darmmikrobiom eine Schlüsselrolle bei der Parkinson-Krankheit spielt und seine Modulation einen neuen nicht-medikamentösen Therapieansatz bieten könnte.

Diese Studie eröffnet vielversprechende Perspektiven für die Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen, indem sie die Darm-Hirn-Achse ins Visier nimmt. Sie zeigt, dass die Beeinflussung des Gleichgewichts der Darmbakterien sowohl positive Auswirkungen auf Verdauungs- als auch auf motorische Symptome haben kann, ohne auf klassische Medikamente zurückgreifen zu müssen.


Sources du site

Source officielle de l’étude

DOI : https://doi.org/10.1038/s41392-026-02604-9

Titre : Gut microbiota modulation via repeated donor fecal transplantation improves motor and gastrointestinal symptoms in drug-naïve Parkinson’s disease: a randomized phase 2 trial

Revue : Signal Transduction and Targeted Therapy

Éditeur : Springer Science and Business Media LLC

Auteurs : Rui Zhang; Renyi Feng; Jiuqi Wang; Yongkang Chen; Han Liu; Qingyong Zhu; Haiyan Tian; Chi Qin; Junfang Teng; Beisha Tang; Min Wu; Jinsheng Zeng; Erxi Wu; Xuebing Ding; Xuejing Wang

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