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Ein vielversprechender Impfstoff gegen Lassa-Fieber und Tollwut
Lassa-Fieber stellt eine große Bedrohung in Westafrika dar und verursacht jedes Jahr Tausende Todesfälle sowie beträchtliches Leid. Diese Krankheit, die hauptsächlich durch Nagetiere übertragen wird, kann schwere Symptome hervorrufen, die von leichtem Fieber bis zu inneren Blutungen reichen, mit einem hohen Risiko für dauerhafte Taubheit bei Überlebenden. Bisher gab es keinen zugelassenen Impfstoff zur Vorbeugung.
Ein bedeutender Durchbruch wurde mit der Entwicklung eines innovativen Impfstoffs erzielt, der Schutz vor Lassa-Fieber und Tollwut kombiniert. Dieser Impfstoff, der in einer klinischen Phase-1-Studie getestet wurde, nutzt ein inaktiviertes Tollwutvirus als Vektor, um ein Schlüsselfprotein des Lassa-Virus, das komplexe Glykoprotein, zu transportieren. Ein Adjuvans, eine Substanz, die die Immunantwort verstärkt, wurde hinzugefügt, um seine Wirksamkeit zu verbessern.
An der Studie nahmen 54 gesunde Erwachsene teil, die in mehrere Gruppen aufgeteilt wurden, die verschiedene Dosen des Impfstoffs oder einen bereits auf dem Markt befindlichen Tollwutimpfstoff erhielten. Die Teilnehmer erhielten zwei Injektionen im Abstand von 28 Tagen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Impfstoff sicher und gut verträglich ist. Die Nebenwirkungen, die hauptsächlich leicht waren, umfassten Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Es wurden keine schweren Nebenwirkungen gemeldet, und es gab keine Fälle von Taubheit oder unerwünschten Immunreaktionen.
Auf immunologischer Ebene hat der Impfstoff die Erwartungen übertroffen. Nach zwei Dosen hatten alle Teilnehmer, die den experimentellen Impfstoff erhalten hatten, Antikörper gegen das Glykoprotein des Lassa-Virus entwickelt, was auf eine robuste Immunantwort hindeutet. Darüber hinaus erreichten sie alle einen ausreichenden Spiegel neutralisierender Antikörper gegen Tollwut für einen vollständigen Schutz, gemäß den Standards der Weltgesundheitsorganisation. Selbst die Teilnehmer, die die niedrigsten Dosen erhalten hatten, zeigten eine starke Immunantwort.
Dieser Impfstoff basiert auf einem innovativen Ansatz: Das Tollwutvirus, das so modifiziert wurde, dass es das Protein des Lassa-Virus exprimiert, wird inaktiviert, wodurch es sicher ist und gleichzeitig das Immunsystem effektiv stimuliert. Diese Methode hatte bereits in präklinischen Studien an Tieren ihre Wirksamkeit bewiesen, wo sie vor tödlichen Infektionen schützte.
Lassa-Fieber und Tollwut teilen sich gemeinsame geografische Gebiete in Westafrika, wo die Gesundheitssysteme oft schwach sind. Ein Kombinationsimpfstoff könnte daher eine große Auswirkung haben, indem er die Logistik der Impfungen vereinfacht und die Kosten senkt. Zudem haben bestehende Tollwutimpfstoffe eine lange Geschichte der Sicherheit und Wirksamkeit, was das Vertrauen in diesen neuen Ansatz stärkt.
Die Ergebnisse dieser Studie ebnen den Weg für größere und längere klinische Studien, insbesondere in den von diesen Krankheiten betroffenen Regionen. Wenn seine Wirksamkeit bestätigt wird, könnte dieser Impfstoff zu einem wesentlichen Werkzeug werden, um gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen, insbesondere in Gebieten, in denen Lassa-Fieber und Tollwut endemisch sind. Er könnte auch in Routine-Impfprogramme integriert werden und mit einer einzigen Impfserie einen doppelten Schutz bieten.
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Sources du site
Source officielle de l’étude
DOI : https://doi.org/10.1038/s41591-026-04429-z
Titre : Adjuvanted inactivated rabies virus-vectored Lassa virus vaccine in healthy adults: a phase 1 trial
Revue : Nature Medicine
Éditeur : Springer Science and Business Media LLC
Auteurs : Justin R. Ortiz; Drishya Kurup; Adam C. Kaufman; Sabrine Ben Hamed; Allison M. LaRocco; Kirsten E. Lyke; Sarah M. Litts; Shrimati Datta; Yuanyuan Liang; Megan F. McGilvray; Jeannie A. Losignor; Jennifer J. Oshinsky; Kari V. Palmer; Ifayet PL Johnson-Mayo; Gabrielle Scher; Uthra Balakumar; Anisha Chandwani; Rekha R. Rapaka; Meagan E. Deming; Joel V. Chua; Christoph Wirblich; Wilbur H. Chen; Kathleen M. Neuzil; Marcela F. Pasetti; Matthias J. Schnell