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Eine innovative Behandlung verlängert das Überleben von Patienten mit metastasiertem Prostatakrebs
Eine neue Radioliganden-Therapie, die gezielt Krebszellen angreift, verbessert die Behandlung von Männern mit Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium deutlich. Diese Behandlung nutzt Lutetium-177, das an ein Molekül gekoppelt ist, das sich an ein Protein namens PSMA bindet, das in großer Menge auf der Oberfläche von Prostatatumorzellen vorkommt. Dieser Ansatz ermöglicht es, Strahlung direkt ins Herz der Tumore zu bringen, während gesundes Gewebe geschont wird, wodurch Nebenwirkungen reduziert werden.
Die Studie umfasste 43 brasilianische Patienten mit dieser aggressiven Form von Krebs, die bereits mit anderen Therapien ohne Erfolg behandelt worden waren. Das durchschnittliche Alter der Teilnehmer lag bei 74 Jahren, und fast die Hälfte wiesen viszerale Metastasen auf, das heißt Tumore, die sich auf Organe wie Leber, Lunge oder das zentrale Nervensystem ausgebreitet hatten. Diese Metastasen sind oft mit einer schlechteren Prognose und einer geringeren Ansprechrate auf Behandlungen verbunden.
Die Ergebnisse zeigen, dass bei fast 45 % der Patienten der Spiegel des prostataspezifischen Antigens, ein wichtiger Marker für den Krankheitsverlauf, nach der Behandlung um 50 % oder mehr sank. Bei Patienten mit viszeralen Metastasen lag diese Ansprechrate bei 33 %. Die mediane Gesamtüberlebenszeit betrug 13,9 Monate für alle Patienten, mit einer 12-Monats-Überlebensrate von 55,5 %. Diese Zahlen sind mit denen früherer klinischer Studien vergleichbar, obwohl die Patienten in dieser Studie älter und stärker vorbehandelt waren.
Patienten, die gut auf die Behandlung ansprachen, also solche, bei denen der Spiegel des prostataspezifischen Antigens deutlich sank, hatten eine längere mediane Überlebenszeit von 19,2 Monaten. Im Gegensatz dazu lag die mediane Überlebenszeit bei Patienten ohne günstige Reaktion bei nur 9,6 Monaten. Dieser Unterschied unterstreicht die Bedeutung der biologischen Reaktion für die Vorhersage der Wirksamkeit der Behandlung.
Die Behandlung wurde insgesamt gut vertragen, wobei nur 16 % der Patienten schwere unerwünschte Wirkungen zeigten, hauptsächlich hämatologische Komplikationen wie ein starker Rückgang der Blutplättchen oder der weißen Blutkörperchen. Zwei Fälle von neurologischen Komplikationen, die mit einem Hirnödem zusammenhingen, wurden ebenfalls bei Patienten mit Metastasen im Schädel- oder Zentralnervensystembereich gemeldet.
Mehr als die Hälfte der Patienten konnte nach Fortschreiten der Krankheit weitere Therapien erhalten, mit einer medianen Zeit von 2,9 Monaten bis zum Beginn einer neuen Behandlung. Dies zeigt, dass diese Behandlung auch als Brücke zu anderen therapeutischen Optionen dienen kann.
Diese Studie bestätigt, dass Lutetium-177 in Kombination mit dem PSMA-zielenden Molekül eine wirksame Alternative für Patienten darstellt, bei denen andere Therapien versagt haben, selbst in realen Kontexten, in denen Ressourcen und Zugang zu Pflege begrenzt sein können. Sie unterstreicht auch die Notwendigkeit, aktivere Behandlungskombinationen für Patienten mit viszeralen Metastasen zu entwickeln, deren Ansprechen weiterhin unzureichend ist.
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Sources du site
Source officielle de l’étude
DOI : https://doi.org/10.1186/s41824-026-00305-8
Titre : 177Lutetium-PSMA-I&T therapy for metastatic castration-resistant prostate cancer (mCRPC): the first multicenter real-world study of 177Lu-PSMA-I&T in Brazil
Revue : EJNMMI Reports
Éditeur : Springer Science and Business Media LLC
Auteurs : Helena F. Bruzzi; Gabriela C. K. Lopes; Hannah B. V. Bekierman; Sergio Altino de Almeida; José Alexandre Pedrosa; Camila Mosci; Haonne S. Abboud; Christiane Magalhães; Isabella Palazzio; Laura Fernandes; Vinicius Freire da Silva; Juliana Tarouquella da Silva Andrade; Daniel Herchenhorn